Im Jahr 1646 (also vor 359 Jahren), so steht es in der Chronik von Lehrer Johann Morbach geschrieben, stand im jetzigen Pfarrgarten (beim Jugendheim) eine als alt geltende, kleine Kirche. Vor 170 Jahren (1835) wurde sie abgerissen und die Steine wurden für die "neue" Kirche verwendet. Bis es zum Bau der jetzigen Kirche kam mussten die Könener Bürger lange kämpfen, denn Könen gehörte bis dahin zur Pfarrei St. Marien in Hamm. In der Könener Chronik wird berichtet, dass 26 Menschen auf dem Weg zum Sonntagsgottesdienst beim Übersetzen mit einem Nachen (kleines Schiff) in der Saar ertranken. Oberhalb der Hammer Fähre erinnert eine Gedenktafel daran.
In den nachfolgenden Jahren hat man immer wieder versucht, in Könen eine eigenständige Pfarrei zu gründen. Es wird berichtet, dass ein Herr Permesang aus Könen dem König, Friedrich Wilhelm IV, bei der Durchreise durch Könen, einen Korb mit wunderbaren, leckeren roten Trauben aus den Könener Weinbergen gab. Unten im Korb hatte er einen Brief versteckt, in dem er darum bat, dass Könen eine eigene Pfarrei wird. Schließlich hat man den Könenern ihren Wunsch erfüllt.

1849 wurde unsere Kirche eingeweiht.Erst 26 Jahre später bekam die Kirche ihre Glocken und bis zu einer Orgel musste man bis 1925 warten. Im Dezember 1925, vor 80 Jahren, wurde die Orgel offiziell eingeweiht.
35 Jahre zuvor, 1890, wurde die Kirche vom Blitz getroffen. Im Zuge der Reparaturarbeiten, wurde der alte aus Eisen bestehende Kirchturmhahn ausgetauscht gegen einen schönen vergoldeten Hahn. Auch hierzu gibt es eine kleine Anekdote zu erzählen, denn als der Zimmermann und der Dachdecker mit dem Neuen Kirchturms-hahn durch den Ort zogen, wurde vor dem Aufsetzen auf den Kirchturm ein Spruch gesagt:

Der Zimmermann sagte: Hier bringen wir den Kirchenhahn, er zeigt euch Wind und Wetter an.
Er schaut nach Nord, Ost, Süd und West, dass ihr das Trinkgeld nicht vergesst.


Der Dachdecker antwortete: Sein Vater war ein Geier, drum frisst er gerne Eier.

Zu den ältesten Gegenständen in unserer Kirche zählt lt. Chronik die Muttergottes im jetzigen Seitenschiff.
Sie soll über 500 Jahre alt sein. Dieser Altar der jetzt im Seitenschiff steht, war bis zum 2. Weltkrieg der sog. Hochaltar. Rechts und links stand je eine weitere Figur, der hl. Amandus und der hl. Valentin. Zur Zeit befinden sie sich in der Sakristei. Sie sollen aus dem 16. Jh. sein d.h. ca. 400 Jahre alt. Nach der Renovierung der Kirche werden diese beiden Figuren dann, renoviert, wieder an ihren alten Platz zurückkehren. Der hl. Valentin wurde auch als Helfer bei Viehkrankheiten verehrt, deshalb sind früher die Bauern aus dem Saargau am Valentinstag (14. Febr.) zum Hochamt gekommen und haben für ihr Vieh gebetet.
Mittelpunkt unserer Kirche ist das überlebensgroße Kruzifix was aus der 1. Hälfte des 16. Jahrhundert stammen soll. Es wurde der Könener Pfarrei vom Trierer Dom geschenkt.